Jakobskreuzkraut
Das Jakobskreuzkraut ist ein heimischer, gelb blühender Korbblütler des Grünlands, dessen Pyrrolizidinalkaloide Pferde und Rinder schwer vergiften.
Die zwei- bis mehrjährige Pflanze wird 30 bis 120 Zentimeter hoch. Im ersten Jahr liegt eine Rosette aus fiederteiligen Blättern am Boden, im zweiten trägt der oft rötlich überlaufene Stängel von Juni bis September zahlreiche goldgelbe Körbchen mit meist 12 bis 15 Zungenblüten. Eine Pflanze bildet bis zu 150.000 flugfähige Samen, die im Boden rund 20 Jahre keimfähig bleiben. Es breitet sich seit den 1990er Jahren auf lückigen Weiden, Brachen, Böschungen und Wegrändern aus.
Alle Teile, besonders die Blüten, enthalten Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und sich im Körper anreichern. Frisch wird die bittere Pflanze meist gemieden, in Heu und Silage bleibt das Gift aber wirksam und wird mitgefressen. Pferde und Rinder sind besonders empfindlich, Schafe und Ziegen vertragen deutlich größere Mengen. Verwechselt wird es vor allem mit Rainfarn und Johanniskraut.
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