Geschlechterverhältnis
Das Geschlechterverhältnis gibt an, wie viele männliche auf wie viele weibliche Stücke in einem Wildbestand kommen, etwa eins zu eins oder eins zu zwei.
Bei der Geburt sind die Geschlechter beim Schalenwild etwa gleich verteilt. Verschoben wird das Verhältnis vor allem durch die Jagd: Werden bevorzugt männliche Stücke erlegt, etwa wegen der Trophäen, entsteht ein Überhang an weiblichem Wild. Das steigert den Zuwachs, damit oft auch die Wildschäden, und erschwert die Regulierung des Bestands.
Die Hege zielt deshalb bei den meisten Schalenwildarten auf ein natürliches, weitgehend ausgeglichenes Verhältnis, beim Rotwild etwa eins zu eins zwischen Hirschen und weiblichem Wild. Anders ist es beim Fasan: Dort gilt ein Verhältnis von einem Hahn zu etwa sechs Hennen als günstig, weil ein Hahn mehrere Hennen begattet.