Fährtenbruch
Der Fährtenbruch ist ein halbarmlanger, unbefegter Bruch, mit dem der Jäger am Anschuss die Fluchtrichtung eines beschossenen Stückes Schalenwild markiert.
Bei weiblichem Wild zeigt die gewachsene Spitze in die Fluchtrichtung, bei männlichem Wild das gebrochene Ende. Das jeweils andere Ende wird geäftert, das heißt, dort liegt ein kleiner Zweig quer. Ist die Fluchtrichtung unbekannt, wird der Bruch an beiden Enden geäftert.
So erfährt der Hundeführer bei der Nachsuche, wohin das Stück geflüchtet ist und ob es männlich oder weiblich war. Den Anschuss selbst markiert der Anschussbruch, der senkrecht in den Boden gesteckt wird; heute nimmt man dafür oft ein farbiges Band.
Verwandte Begriffe
AnschussbruchDer Anschussbruch ist ein unbefegter Bruch, der senkrecht in den Boden gesteckt wird und die Stelle markiert, an der das Wild beim Schuss stand.AnschussAnschuss nennt der Jäger die Stelle, an der ein Stück Wild im Augenblick des Schusses stand.NachsucheDie Nachsuche ist die Suche nach angeschossenem Wild mit einem dafür brauchbaren Hund, um das Stück zu finden und, wenn es noch lebt, rasch zu erlösen.FluchtfährteFluchtfährte nennt der Jäger die Fährte, die ein beschossenes Stück Schalenwild auf seiner Flucht vom Anschuss weg hinterlässt.LeitbruchDer Leitbruch ist ein halbarmlanger, befegter Bruch, der mit seiner gewachsenen Spitze die Richtung angibt, in die man folgen soll.BruchEin Bruch ist in der Jägersprache ein abgebrochener grüner Zweig bestimmter Holzarten, der als Verständigungs- oder Ehrenzeichen dient.