Pansen
Der Pansen ist der größte Abschnitt des Wiederkäuermagens, eine Gärkammer, in der Kleinstlebewesen die aufgenommene Pflanzenkost aufschließen.
Die grob abgebissene Äsung gelangt über den Schlund zuerst hierher. Bakterien und Einzeller zersetzen die Zellulose, und die Pansenwand nimmt die dabei entstehenden Nährstoffe über zahlreiche Zotten auf. Grobe Teile werden später zum Wiederkäuen hochgewürgt. Rehwild bildet im Winter, wenn die Äsung karg ist, Zahl und Höhe der Pansenzotten zurück.
Am Pansen liegt die Milz. Beim Aufbrechen soll der Pansen nicht angeschnitten werden, weil sein Inhalt das Wildbret verschmutzt; aus demselben Grund wird bei Wiederkäuern der Schlund verknotet. Findet sich am Anschuss Panseninhalt, deutet das auf einen Weidwundschuss.