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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Schwarzmilan

Milvus migrans; Greifvogel; Sommergast in Deutschland; streng geschützt, nicht jagdbar.

Der Schwarzmilan (Milvus migrans) ist ein mittelgroßer Greifvogel aus der Familie der Habichtsvögel (Accipitridae) und einer der häufigsten Greifvögel der Welt. In Deutschland ist er ein Sommergast, der von März bis September anwesend ist und in Gewässernähe brütet. Als streng geschützte Art ist er nicht jagdbar.

Bestimmungsmerkmale

Der Schwarzmilan (Flügelspanne 130–155 cm, Gewicht 630–1.100 g) ist kleiner und dunkler als der Rotmilan (Milvus milvus). Sein Schwanz ist gegabelt, aber weniger tief gespalten als beim Rotmilan. Gefieder einheitlich braun, Kopf etwas heller. Im Flug: langer, breiter Flügel, der Schwanz wirkt bei näherer Betrachtung leicht gekerbt, nicht klar gegabelt wie beim Rotmilan. Verwechslungsgefahr mit dem Rotmilan: Rotmilan hat deutlich gegabelten Schwanz und helleres Gefieder mit auffälligem weißen Flügelfleck.

Lebensraum und Verbreitung

Der Schwarzmilan bevorzugt Gewässernähe (Flüsse, Seen, Fischteiche) und offene bis halboffene Landschaften mit altem Baumbestand. Er brütet in Deutschland hauptsächlich in Süddeutschland, im Rheintal und in Ostdeutschland. Im Gegensatz zum Rotmilan (hauptsächlich Europa) ist der Schwarzmilan weltweit verbreitet (Europa, Asien, Afrika, Australien). Er überwintert in Subsahara-Afrika. Nahrung: Fische, Aas, Kleinsäuger, Insekten – oft an Gewässern patroullierend.

Schutzstatus

Der Schwarzmilan ist streng geschützt nach Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie (2009/147/EG) und § 44 BNatSchG. Störung an Brutstätten (Horst) ist verboten. Er steht nicht auf der deutschen Jagdliste und darf unter keinen Umständen bejagt werden. Weltweit ist er einer der häufigsten Greifvögel, aber in Europa geschützt. Bestandstrend in Deutschland: stabil bis leicht zunehmend.