Wiesenweihe
Die Wiesenweihe ist die schlankste heimische Weihe, ein Langstreckenzieher, der in Deutschland heute meist am Boden in Getreidefeldern brütet.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungIhre Flügel sind lang, schmal und spitz, ihr Flug ist leicht und gaukelnd. Das Männchen ist grau mit einer schwarzen Binde über den Flügel, ausgedehnt schwarzen Flügelspitzen und rostbraunen Streifen an den Flanken. Das Weibchen ist braun mit weißem Bürzel und dem Weibchen der Kornweihe sehr ähnlich, wirkt aber zierlicher.
Sie jagt niedrig über Feldern und Wiesen nach Feldmäusen, Kleinvögeln, Großinsekten und Eidechsen. Ihr Gelege mit meist drei bis fünf weißen Eiern liegt oft in Wintergerste oder Weizen und wird bei der Ernte leicht zerstört; deshalb suchen Naturschützer und Landwirte die Nester, markieren sie und lassen um sie herum eine Fläche stehen. Den Winter verbringt sie in Afrika südlich der Sahara und ist etwa von Ende April bis August bei uns.