Lexikon

Tularämie

Wildkrankheiten · auch Hasenpest, Nagerpest

Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, ist eine bakterielle Seuche vor allem von Feldhasen, Kaninchen und Nagetieren, die auf den Menschen übertragbar ist.

Erreger ist das Bakterium Francisella tularensis. Kranke Hasen wirken matt, hoppeln schwerfällig, verlieren die Scheu und lassen sich manchmal greifen; viele sterben rasch. Beim Aufbrechen fallen eine stark vergrößerte Milz und stecknadelkopfgroße, weißlich-gelbe Herde in Milz, Leber und Lymphknoten auf.

Der Mensch steckt sich vor allem beim Abbalgen und Aufbrechen infizierter Hasen an, wenn Erreger über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute eindringen; schon wenige Bakterien genügen. Auch eingeatmeter Staub, Zeckenstiche, Stechinsekten und ungenügend gegartes Fleisch kommen als Ansteckungswege in Frage. Beim Menschen beginnt die Krankheit meist mit hohem Fieber, je nach Eintrittsstelle entstehen ein Geschwür und geschwollene Lymphknoten. Sie lässt sich mit Antibiotika behandeln, eine Impfung steht nicht zur Verfügung. Beim Umgang mit Hasen gehören daher Einmalhandschuhe dazu. Verdächtige Stücke sind nicht genusstauglich und werden untersucht; Nachweise beim Tier melden Labore und Tierärzte.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion