Tuberkulose
Die Tuberkulose ist eine schleichende bakterielle Infektionskrankheit, die beim Wild vor allem Rotwild, Wildschwein und Dachs befällt und auf Menschen übergehen kann.
Erreger sind Bakterien des Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes, beim Wild vor allem Mycobacterium bovis und Mycobacterium caprae. In Deutschland ist die Krankheit vor allem beim Rotwild im Alpenraum bekannt, wo sich Wild und Weidevieh Äsungsflächen teilen. In Thüringen wurde sie zuletzt auch bei Wildschweinen, Rotwild, Füchsen und einem Dachs nachgewiesen. Übertragen wird sie über Tröpfchen, Speichel und Kot und an gemeinsam genutzten Futterstellen.
Die Krankheit verläuft über Monate bis Jahre. Befallene Stücke magern trotz guter Äsung ab, manche husten. Beim Aufbrechen fallen gelbliche, käsige oder verkalkte Knoten in den Lymphknoten von Kopf, Lunge und Gekröse sowie in Lunge und anderen Organen auf. Solches Wild ist nicht genusstauglich und wird mit allen Organen dem amtlichen Tierarzt vorgelegt; schon der Verdacht ist meldepflichtig. Ähnliche Knötchen bildet die Pseudotuberkulose, vor allem beim Feldhasen.