Lexikon

Paratuberkulose

Wildkrankheiten · auch Johnesche Krankheit

Die Paratuberkulose ist eine unheilbare, chronische Darmentzündung der Wiederkäuer, die ein mit dem Tuberkuloseerreger verwandtes Bakterium auslöst.

Erreger ist Mycobacterium avium subsp. paratuberculosis. Neben Rind, Schaf und Ziege erkranken auch Rot-, Dam-, Reh- und Muffelwild. Die Tiere stecken sich meist schon jung über Kot an, der Äsung, Wasser oder Gesäuge verunreinigt; bis zu den ersten Krankheitszeichen vergehen oft Jahre.

Erkrankte Stücke magern trotz guter Äsung stark ab, oft mit Durchfall und verschmutztem Spiegel. Beim Aufbrechen zeigen sich eine verdickte, in Falten gelegte Darmschleimhaut und vergrößerte Darmlymphknoten. Wegen der Abmagerung muss solches Wild vor einer Verwertung amtlich untersucht werden. Ob der Erreger beim Menschen Krankheiten auslöst, ist nicht geklärt. Bei Hirscharten sowie Muffel- und Steinwild ist schon der Verdacht meldepflichtig.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion