Abkochen
Abkochen nennt man das Auskochen eines Schädels mit Geweih, Gehörn oder Hörnern, um ihn von Fleisch und Haut zu befreien und als Trophäe herzurichten.
Zunächst wird der Schädel abgetrennt, grob von Decke und Wildbret befreit und gewässert, beim Rehbock etwa ein bis zwei Tage, damit sich der Schweiß löst. Dann kocht man ihn, bis sich die Reste leicht entfernen lassen. Geweih und Gehörn dürfen dabei nicht ins Wasser, sonst verlieren sie ihre Farbe; gekocht wird nur bis unterhalb der Rosen.
Anschließend wird der Schädel gesäubert und meist mit Wasserstoffperoxid gebleicht, wiederum ohne Geweih oder Gehörn. Bei Hornträgern wie Gams oder Muffelwild löst man nach dem Abkochen die Hornschläuche von den Knochenzapfen. Beim Muffelwidder entfernt man die gallertartige Masse aus den Schläuchen und sägt das obere Drittel der Zapfen ab, damit nichts fault.