Streifgebiet
Als Streifgebiet bezeichnet man das Gebiet, das ein Tier bei der Suche nach Nahrung, Ruheplätzen und Partnern regelmäßig durchstreift.
Anders als ein Territorium wird es nicht oder nur in Teilen gegen Artgenossen verteidigt, die Streifgebiete benachbarter Tiere überlappen sich daher oft. Fachlich spricht man auch vom Aktionsraum. Darin liegen Einstände, Äsungsflächen und die Wechsel dazwischen.
Wie groß es ist, hängt von Art, Geschlecht, Jahreszeit und Nahrungsangebot ab. Ein Feldhase kommt mit rund 10 bis 50 Hektar aus, ein Luchs braucht viele tausend Hektar zusammenhängenden Waldes, wobei die Kuder meist größere Gebiete durchstreifen als die Katzen. Das Streifgebiet eines einzigen Luchses reicht deshalb oft über mehrere Jagdreviere.
Verwandte Begriffe
AktionsraumAls Aktionsraum bezeichnet man das gesamte Gebiet, das ein Tier in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig nutzt, etwa zum Ruhen, zur Nahrungssuche und zur Partnersuche.TerritoriumEin Territorium ist ein Gebiet, das ein Tier oder eine Gruppe gegen Artgenossen verteidigt und mit Duftmarken oder anderen Zeichen abgrenzt.EinstandEinstand nennt der Jäger den deckungsreichen Bereich, in dem sich ein Stück Wild bevorzugt aufhält, ruht und bei Störung Schutz sucht.WechselEin Wechsel ist in der Jägersprache ein Pfad, den Wild regelmäßig benutzt, etwa zwischen Einstand, Äsung und Suhle; bei Hase und Raubwild heißt er auch Pass.LuchsDer Luchs ist die größte Katzenart Europas, ein streng geschützter Lauer- und Pirschjäger mit Pinselohren, Backenbart und kurzer Stummelrute.FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.