Lexikon

Strahlenpilzkrankheit

Wildkrankheiten · auch Aktinomykose, Strahlenpilzerkrankung

Die Strahlenpilzkrankheit ist eine bakterielle Entzündung, die beim Wild vor allem die Kiefer von Rehen und anderen Hirscharten auftreibt.

Trotz des Namens ist der Erreger kein Pilz, sondern ein Bakterium der Gattung Actinomyces; im Mikroskop liegen seine Fäden strahlenförmig angeordnet. Es lebt in der Maulhöhle und dringt über kleine Verletzungen ein, etwa durch harte, stachelige Äsung oder beim Zahnwechsel.

Am Unter-, seltener am Oberkiefer entsteht eine harte, knöcherne Auftreibung, die oft eitert und nach außen durchbrechen kann; im Eiter finden sich gelbliche Körnchen. Zähne lockern sich oder fallen aus, das Stück kann schlecht äsen und magert ab. Bleibt der Befall auf den Kiefer beschränkt und ist das Stück gut beieinander, ist das Wildbret nach großzügigem Entfernen der veränderten Teile meist genusstauglich. Weil schon eine deutliche Auftreibung als bedenkliches Merkmal gelten kann, entscheidet darüber im Zweifel der amtliche Tierarzt. Ist das Stück erheblich abgemagert oder sind weitere Organe betroffen, entscheidet er in jedem Fall. Von Tier zu Tier wird die Krankheit kaum übertragen.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion