Lexikon

Myxomatose

Wildkrankheiten

Die Myxomatose ist eine durch ein Pockenvirus ausgelöste, meist tödliche Seuche der Wild- und Hauskaninchen.

Übertragen wird das Virus vor allem von Stechmücken und dem Kaninchenfloh, daneben durch direkten Kontakt. Typisch sind Schwellungen an Kopf, Augenlidern, Ohren und Geschlechtsteilen; der Kopf wirkt dadurch dick und unförmig, die Augen sind verklebt. Die Tiere werden blind und teilnahmslos, verlieren die Scheu und gehen meist nach einigen Tagen bis Wochen ein. In Beständen, die der Seuche noch nicht ausgesetzt waren, sterben fast alle Kaninchen.

Lange galt der Feldhase als nicht empfänglich. Seit 2023 breitet sich in Deutschland jedoch eine Virusvariante aus, die auch Feldhasen befällt und bei ihnen meist tödlich verläuft. Sie stammt von Viren ab, die ab 2018 in Spanien und Portugal ein Massensterben unter Iberischen Hasen auslösten. Für Menschen und Hunde ist das Virus ungefährlich. Erkrankte Stücke sind nicht genusstauglich; sie werden erlegt und unschädlich beseitigt. Hauskaninchen lassen sich impfen.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion