Pfeifen
Pfeifen nennt die Jägersprache den scharfen Warnlaut von Gamswild und Murmeltier.
Die Gams stößt den Pfiff mit Druck durch die Nase aus. Er warnt das ganze Rudel, das daraufhin oft in steiles Gelände flüchtet. Der Pfiff des Murmeltiers ist dagegen ein im Kehlkopf erzeugter Ruf, auf den die Tiere der Kolonie zum Bau flüchten.
Auch Muffelwild warnt mit einem zischenden Pfiff. Vom Wildkaninchen kennt man ebenfalls ein Pfeifen; seine Artgenossen warnt es aber durch Klopfen mit den Hinterläufen. Ebenso gilt der hohe Brunftruf des Sikahirsches als Pfeifen. Umgekehrt pfeift der Jäger ziehendes Reh- oder Rotwild kurz an, damit es verhofft.
Verwandte Begriffe
GamswildGamswild ist die jagdliche Bezeichnung für die Gämse, einen ziegenartigen Hornträger der Gebirge, bei dem Bock und Geiß Krucken tragen.MurmeltierDas Murmeltier, genauer Alpenmurmeltier, ist ein Nagetier aus der Familie der Hörnchen, das im Hochgebirge in Familien lebt und echten Winterschlaf hält.SikawildSikawild ist eine aus Ostasien stammende, in Deutschland eingebürgerte Hirschart, etwa so groß wie Damwild und eng mit dem Rotwild verwandt.VerhoffenVerhoffen heißt in der Jägersprache, dass ziehendes oder flüchtendes Wild, vor allem Schalenwild, plötzlich stehen bleibt, um zu sichern.BlasenBlasen heißt in der Jägersprache der Warnlaut des Schwarzwildes, ein kurzes, scharfes Ausstoßen der Luft durch das Gebrech.SchreckenSchrecken nennt der Jäger den rauen, bellenden Warnlaut, den vor allem Rehwild, aber auch Rotwild bei Störung oder Gefahr ausstößt.