Nasengebrauch
Als Nasengebrauch bezeichnet man die Art und die Güte, mit der ein Jagdhund seinen Geruchssinn bei der Arbeit einsetzt.
Ein Hund mit feiner Nase findet bei der Suche oft Wild, zieht es schon aus großer Entfernung an und markiert kurz die Stellen, an denen Wild gelegen hat. Bei der Feldsuche nach Federwild arbeitet der Vorstehhund flott mit hoher Nase und nimmt die Witterung aus der Luft auf. Auf Spur, Fährte und Schweißfährte und bei der Verlorensuche von Haarwild sucht er dagegen mit tiefer Nase am Boden.
Wie fein ein Hund riechen kann, ist angewölft; den Gebrauch der Nase kann man schulen, beim Welpen etwa mit einer Futterschleppe. Auf VJP, HZP und VGP ist der Nasengebrauch ein eigenes, hoch gewichtetes Fach. Spricht man im Jagdhundewesen von der Nase eines Hundes, meint man meist diese Leistung.