Winden
Winden heißt in der Jägersprache das Riechen von Wild und Hund; bekommt ein Stück Wind vom Jäger, flüchtet es meist.
Für die meisten Haarwildarten ist der Geruch der wichtigste Warnsinn; besonders gut winden Schwarzwild, Rotwild und Rehwild. Der Jäger pirscht deshalb gegen den Wind oder mit Seitenwind und setzt sich so an, dass der Wind vom Wild zu ihm weht, nicht umgekehrt. Die Nase des Schalenwildes heißt Windfang, beim Schwarzwild heißt die Rüsselscheibe Wurf.
Verwandte Begriffe
WitterungWitterung heißt in der Jägersprache der Geruch, den Wild und Mensch verbreiten oder in der Fährte hinterlassen, und auch der Geruchssinn, der ihn wahrnimmt.WindfangWindfang heißt in der Jägersprache die Nase des Schalenwildes, etwa bei Reh, Rothirsch und Damwild; auch beim Hasen ist das Wort üblich.ÄugenÄugen heißt in der Jägersprache das Sehen des Wildes; hat ein Stück den Jäger entdeckt, sagt man, es hat ihn eräugt.SichernSichern heißt in der Jägersprache, dass Haar- oder Federwild aufmerksam seine Umgebung mit allen Sinnen nach Gefahren prüft.PirschDie Pirsch ist eine Einzeljagd, bei der der Jäger langsam und leise durch das Revier geht, um sich Wild unbemerkt zu nähern.