Lexikon

Milzbrand

Wildkrankheiten · auch Anthrax

Milzbrand ist eine schwere, oft rasch tödliche bakterielle Infektion vor allem pflanzenfressender Säugetiere, die auch für Menschen sehr gefährlich ist.

Erreger ist Bacillus anthracis. Er bildet Sporen, die im Boden über Jahrzehnte ansteckend bleiben; Tiere nehmen sie mit Äsung oder Erde auf. Betroffen sind vor allem Wiederkäuer, aber auch Wildschweine und andere Säugetiere. Meist werden die Tiere plötzlich tot gefunden. Aus den Körperöffnungen tritt dunkles, kaum gerinnendes Blut aus, der Kadaver bläht sich rasch auf, die Milz ist stark vergrößert, schwarzrot und breiig weich.

Bei Verdacht wird das Stück auf keinen Fall aufgebrochen und nicht bewegt, denn an der Luft bilden die Erreger neue, sehr widerstandsfähige Sporen. Der Jäger sichert den Fundort und meldet ihn sofort dem Veterinäramt; bei Schalenwild ist schon der Verdacht meldepflichtig. Menschen können sich über die Haut, durch eingeatmete Sporen oder über den Verzehr anstecken, Lungen- und Darmmilzbrand verlaufen oft tödlich. Das Wildbret ist nicht genusstauglich, der Tierkörper wird unschädlich beseitigt.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion