Lexikon

Magerrasen

Hege

Magerrasen ist nährstoffarmes, ungedüngtes Grünland auf trockenen oder kargen Böden, das nur extensiv genutzt wird und besonders artenreich ist.

Man unterscheidet vor allem Kalk-Halbtrockenrasen und Trockenrasen auf warmen, flachgründigen Kalk- oder Sandböden sowie Borstgrasrasen auf sauren, mageren Böden. Die meisten sind durch jahrhundertelange Beweidung mit Schafen und Ziegen oder durch seltene Mahd ohne Düngung entstanden. Typisch sind Orchideen, Enziane, Küchenschelle, Silberdistel und Thymian, dazu viele Schmetterlinge, Heuschrecken und Eidechsen.

Bedroht ist Magerrasen vor allem durch Düngung, die konkurrenzstarke Gräser fördert, und durch Verbuschung, wenn die Nutzung aufhört. Gepflegt wird er durch Schafbeweidung, einen späten Schnitt und das Entfernen aufkommender Gehölze. Trocken- und Borstgrasrasen sind nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützte Biotope, Wildäcker sind dort deshalb nicht zulässig. Auch ohne Wildacker bietet der artenreiche Aufwuchs dem Wild wertvolle Äsung.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion