Kulturfolger
Kulturfolger sind Tierarten, die sich der vom Menschen geprägten Landschaft anpassen und ihm bis in Dörfer und Städte folgen.
Sie finden dort Nahrung, Deckung oder Brutplätze, etwa in Gärten, auf Dachböden und in Scheunen. Unter den Säugetieren gelten Fuchs, Steinmarder und Waschbär als typische Kulturfolger, ebenso das anpassungsfähige Rehwild. Unter den Vögeln sind es etwa Stockente, Ringeltaube, Dohle, Mäusebussard und Schleiereule.
Das Gegenstück ist der Kulturflüchter. Wie verschieden selbst nahe Verwandte sein können, zeigen die Marder: Der Steinmarder lebt gern in Siedlungen, der Baummarder meidet sie.
Verwandte Begriffe
KulturflüchterKulturflüchter sind Tierarten, die vom Menschen stark veränderte Landschaften meiden und nur in naturnahen, ruhigen Lebensräumen dauerhaft vorkommen.FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.SteinmarderDer Steinmarder ist ein Marderartiger und ausgeprägter Kulturfolger, der am weißen, oft gegabelten Kehlfleck und an der hellen Nase zu erkennen ist.WaschbärDer Waschbär ist ein aus Nordamerika stammender Kleinbär, der in Deutschland als Neozoon lebt und an schwarzer Gesichtsmaske und geringeltem Schwanz zu erkennen ist.RingeltaubeDie Ringeltaube ist die größte und häufigste heimische Wildtaube, kenntlich am weißen Halsfleck der Altvögel und am weißen Flügelband im Flug.StockenteDie Stockente ist die häufigste und bekannteste Wildente; sie gehört zu den Gründelenten und besiedelt fast jedes Gewässer, auch in Städten.