Kulturflüchter
Kulturflüchter sind Tierarten, die vom Menschen stark veränderte Landschaften meiden und nur in naturnahen, ruhigen Lebensräumen dauerhaft vorkommen.
Sie brauchen große, ungestörte Wälder, Moore oder Gebirgslagen und reagieren empfindlich auf Störung und Zerschneidung ihres Lebensraums. Als typische Kulturflüchter gelten die Waldhühner, also Auer-, Birk- und Haselwild, sowie der Baummarder, der Siedlungen deutlich stärker meidet als der Steinmarder; auch die Wildkatze wird meist dazu gezählt. Das Gegenstück ist der Kulturfolger, etwa der Fuchs.
Verwandte Begriffe
KulturfolgerKulturfolger sind Tierarten, die sich der vom Menschen geprägten Landschaft anpassen und ihm bis in Dörfer und Städte folgen.AuerwildAuerwild heißt in der Jägersprache das Auerhuhn, der größte Hühnervogel Europas und ein Raufußhuhn lichter, ruhiger Nadel- und Mischwälder.BirkwildBirkwild heißt in der Jägersprache das Birkhuhn, ein Raufußhuhn der Hochmoore, Heiden, Almen und lichten Bergwälder an der Baumgrenze.HaselwildHaselwild heißt in der Jägersprache das Haselhuhn, das kleinste heimische Raufußhuhn, das sehr heimlich in unterholzreichen Wäldern lebt.BaummarderDer Baummarder ist ein waldgebundener Marderartiger mit gelblichem, meist ungegabeltem Kehlfleck, dunkler Nase und sehr guter Kletterfähigkeit.WildkatzeDie Wildkatze ist eine heimische, streng geschützte Katzenart der Wälder, die einer getigerten Hauskatze ähnelt, aber eine eigene Wildart ist.