Winterruhe
Winterruhe nennt man den Zustand, in dem Tiere wie der Dachs die kalte Zeit größtenteils schlafend im Bau verbringen, ohne dass die Körpertemperatur stark sinkt.
Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel werden gesenkt, aber weit weniger als beim Winterschlaf. Die Tiere leben von ihren Fettreserven, wachen leicht auf und gehen bei milder Witterung auch im Winter auf Nahrungssuche.
Winterruhe halten der Dachs, der Waschbär, der Marderhund in strengen Wintern und der Braunbär, der in seiner Winterhöhle auch die Jungen zur Welt bringt. Echte Winterschläfer wie Igel, Murmeltier und Siebenschläfer senken ihre Körpertemperatur dagegen bis nahe an die Umgebungstemperatur.
Verwandte Begriffe
WinterschlafWinterschlaf ist ein Ruhezustand über mehrere Monate, in dem Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung stark absinken, damit ein Tier den Winter ohne Nahrung übersteht.DachsDer Dachs ist der größte heimische Marderartige, ein grabender Allesfresser mit schwarz-weiß gestreiftem Kopf, der in großen Bauen lebt.MarderhundDer Marderhund, auch Enok genannt, ist ein aus Ostasien stammender Hundeartiger, der dem Waschbären ähnelt, aber kein Marder ist.WaschbärDer Waschbär ist ein aus Nordamerika stammender Kleinbär, der in Deutschland als Neozoon lebt und an schwarzer Gesichtsmaske und geringeltem Schwanz zu erkennen ist.BraunbärDer Braunbär ist das größte Landraubtier Mitteleuropas; in Deutschland ist er seit fast 200 Jahren ausgerottet und wandert nur selten aus den Alpen zu.