Jagdprüfung.de
Lexikon
Wildbiologie·Niedrige Prüfungsrelevanz

Igel

Europäischer Igel (Erinaceus europaeus); besonders geschützt, nicht jagdbar, nützlicher Insektenfresser.

Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) ist ein kleines Insektenfressersäugetier mit charakteristischem Stachelkleid. Er ist ganzjährig besonders geschützt und nicht jagdbar. Als Vertilger von Insekten, Nacktschnecken und anderen Kleintieren ist er nützlich im Revier und in Gärten.

Definition

Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) ist ein kleines Säugetier der Ordnung Erinaceomorpha (Insektenfresser). Er ist ca. 20–30 cm lang und mit ca. 5.000–7.000 hohlen Stacheln besetzt. Er hält Winterschlaf von Oktober/November bis März/April und ernährt sich von Insekten, Würmern, Schnecken, Fröschen und gelegentlich auch Gelegen.

Lebensraum und Gefährdung

Der Igel besiedelt strukturreiche Gärten, Hecken, Waldsäume und Feldraine. Er ist ein Nahrungsgeneralist und nützlich durch die Vertilgung von Schädlingen. Der Igel ist rückläufig durch: Verlust von Hecken und Komposthaufen, Pestizideinsatz, Straßenverkehr und intensive Gartenpflege (Laubsauger, Motorsense). Er gilt in vielen Regionen als 'vorwarnliste' nach Roter Liste.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Igel = besonders geschützt (BNatSchG § 44), nicht jagdbar. Merke: Der Igel ist kein Raubtier im jagdrechtlichen Sinne, obwohl er gelegentlich Gelege frisst. Das Aufsammeln verletzter Igel ist erlaubt; dauerhafte Haltung ohne Genehmigung aber verboten. Igel gehört nicht zum jagdbaren Wild.