Wildkrankheit
Als Wildkrankheit bezeichnet man jede Erkrankung frei lebender Wildtiere, ob durch Erreger, Parasiten, Gifte, Mangel oder innere Ursachen.
Man unterscheidet äußere Ursachen wie Viren, Bakterien, Pilze, Prionen und Parasiten, Vergiftungen, Verletzungen und Nahrungsmangel von inneren Ursachen wie Missbildungen, Tumoren oder Stoffwechselstörungen; nur ein Teil davon ist ansteckend. Begünstigt werden Wildkrankheiten durch hohe Wilddichten, Stress, Notzeiten und Kontakt mit Haustieren.
Ihre Folgen reichen unterschiedlich weit. Manche lassen ganze Bestände einbrechen, etwa Räude und Staupe beim Fuchs oder die Myxomatose beim Kaninchen. Andere wie die Afrikanische Schweinepest bedrohen die Tierhaltung, und Zoonosen wie Tularämie oder Trichinellose gefährden den Menschen. Der Jäger beobachtet deshalb sein Wild, erlegt kranke Stücke, lässt Fallwild untersuchen und meldet Seuchenverdacht dem Veterinäramt. Beim Aufbrechen achtet er auf bedenkliche Merkmale, damit kein krankes Wild als Lebensmittel abgegeben wird.