Toxoplasmose
Die Toxoplasmose ist eine Infektion mit dem Einzeller Toxoplasma gondii, dessen Endwirt die Katze ist und der fast alle Säugetiere, Vögel und den Menschen befällt.
Nur in Katzen, auch in Wildkatze und Luchs, vermehrt sich der Erreger geschlechtlich; sie scheiden widerstandsfähige Dauerformen mit dem Kot aus. Andere Tiere nehmen diese mit Äsung, Wasser oder Erde auf und werden zu Zwischenwirten, in deren Muskulatur und Gehirn sich winzige Zysten bilden. Bei Wildschwein und Reh ist das verbreitet, ohne dass die Tiere krank wirken. Feldhasen dagegen können schwer erkranken und daran sterben.
Der Mensch steckt sich vor allem über rohes oder ungenügend gegartes Fleisch an, auch über Wildbret, oder über Katzenkot an Händen, Gemüse und Erde. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion meist unbemerkt. Gefährlich ist eine Erstinfektion in der Schwangerschaft, weil sie das ungeborene Kind schädigen kann, ebenso eine Infektion bei geschwächter Abwehr. Die Zysten sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, deshalb wird Wildbret gründlich durchgegart. Nachweise bei bestimmten Tierarten, darunter Hirsche, Schweine, Katzen, Hasen und Kaninchen, melden Labore und Tierärzte.