Rohrweihe
Die Rohrweihe ist die größte heimische Weihe, ein schlanker Greifvogel, der im niedrigen Gaukelflug über Schilf, Wiesen und Feldern jagt und am Boden brütet.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungSie ist etwa so groß wie ein Mäusebussard, hat aber längere, schmalere Flügel und einen längeren Stoß; im Suchflug hält sie die Flügel in flacher V-Stellung. Das Weibchen ist dunkelbraun mit cremegelbem Scheitel, cremegelber Kehle und hellem Flügelvorderrand. Das Männchen ist dreifarbig: brauner Körper und brauner Vorderflügel, graue Armschwingen und grauer Stoß, schwarze Flügelspitzen. Einen weißen Bürzel hat sie, anders als Korn- und Wiesenweihe, nicht.
Ihr Nest baut sie am Boden im Röhricht, zunehmend auch in Getreide- und Rapsfeldern. Sie jagt Kleinsäuger, junge Wasservögel, Kleinvögel, Eier und Frösche. Die meisten Rohrweihen ziehen im Herbst nach Afrika oder in den Mittelmeerraum und kehren im März oder April zurück. Mit dunklen Mäusebussarden und dem Schwarzmilan wird sie leicht verwechselt; der Flug knapp über der Vegetation verrät die Weihe.