Rachenbremse
Die Rachenbremse ist eine hummelähnliche Fliege, deren Larven im Nasen-Rachen-Raum von Reh- und Rotwild heranwachsen.
Die Weibchen gebären lebende Larven und spritzen sie im Sommer im Vorbeiflug in den Windfang des Wildes. Die winzigen Larven wandern in den Nasen-Rachen-Raum, überwintern dort und wachsen erst im Frühjahr rasch auf bis zu etwa drei Zentimeter heran. Von etwa April bis Juni werden die reifen Larven ausgeniest oder ausgehustet, verpuppen sich im Boden, und nach einigen Wochen schlüpfen die Fliegen. Beim Reh ist es Cephenemyia stimulator, beim Rotwild schmarotzen eigene Arten.
Befallene Stücke niesen und husten, schütteln häufig das Haupt und haben Nasenausfluss; ein sehr starker Befall kann die Atmung behindern, das Stück abmagern lassen und sogar töten. Der Befall allein ist kein bedenkliches Merkmal: Das Haupt wird verworfen, das übrige Wildbret bleibt genusstauglich. Menschen werden nur in seltenen Einzelfällen befallen.