Lexikon

Kokzidiose

Wildkrankheiten · auch Coccidiose

Die Kokzidiose ist eine von einzelligen Darmparasiten, den Kokzidien, ausgelöste Krankheit, die vor allem junge Hasen, Kaninchen und Fasanen schwächt oder tötet.

Die Erreger gehören vor allem zur Gattung Eimeria und sind meist auf eine Tierart spezialisiert. Sie vermehren sich in den Zellen der Darmschleimhaut, bei Kaninchen auch in den Gallengängen der Leber, und zerstören dabei das Gewebe. Mit dem Kot gelangen widerstandsfähige Dauerformen in die Umwelt, die andere Tiere mit der Äsung aufnehmen; einen Zwischenwirt brauchen Kokzidien nicht. Feuchtwarme Witterung und hohe Wilddichten fördern die Ausbreitung.

Kranke Tiere haben Durchfall mit kotverschmierten Hinterläufen, magern ab, wirken struppig und haben oft einen aufgetriebenen Bauch; vor allem Jungtiere sterben. Beim Feldhasen gehört die Kokzidiose neben der EBHS zu den verlustreichsten Krankheiten. Beim Aufbrechen fallen eine verdickte Darmwand mit gelblich-weißen Herden und bei Kaninchen weißliche Knoten in der Leber auf. Stark abgemagerte Stücke sind nicht genusstauglich. Die Eimeria-Arten des Wildes sind für den Menschen ungefährlich; zu den Kokzidien im weiteren Sinn zählt aber auch der Erreger der Toxoplasmose, der Menschen befällt.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion