Femelschlag
Der Femelschlag ist ein Verjüngungsverfahren, bei dem im Altbestand kleine Lücken geöffnet und schrittweise erweitert werden, bis die Verjüngungsgruppen zusammenwachsen.
Zunächst werden kleine Gruppen von Altbäumen entnommen; die entstehenden Femellöcher sind meist ein bis zwei Baumlängen breit. Darin wächst Verjüngung heran, anfangs vor allem Schattbaumarten wie Buche und Tanne, die den Schutz der umgebenden Altbäume vertragen. In weiteren Eingriffen werden die Löcher an den Rändern ausgeweitet; in den größeren Lücken späterer Phasen kommen auch Lichtbaumarten wie Eiche oder Kiefer hoch. Die Verjüngung eines Bestandes zieht sich so über Jahrzehnte.
Es entsteht ein ungleichaltriger, gruppenweise gemischter Folgebestand. Der Femelschlag liegt damit zwischen dem Kahlschlag, der alles auf einmal räumt, und dem Plenterwald mit seiner Einzelstammnutzung. Für das Wild entsteht ein Mosaik aus Verjüngungsinseln mit Äsung und Deckung unter altem Schirm; ohne Zaun gelingt das Verfahren aber nur bei angepasstem Wildbestand.