Einzelgänger
Als Einzelgänger bezeichnet man Tiere, die außerhalb der Paarungszeit überwiegend allein leben und keine festen Gruppen bilden.
Typische Einzelgänger unter dem Wild sind Feldhase, Luchs, Wildkatze, Stein- und Baummarder. Beim Schwarzwild ziehen ältere Keiler meist allein und stoßen zur Rauschzeit zu den Rotten. Der Rehbock lebt im Sommer einzelgängerisch in seinem Territorium, im Winter findet sich das Rehwild dagegen zu Sprüngen zusammen.
Kein Einzelgänger ist das Rotwild, das in Rudeln lebt, ebenso wenig Gams- und Steinwild oder das Wildkaninchen, auch wenn ältere Gamsböcke außerhalb der Brunft meist allein stehen. Feldhasen äsen zwar oft zu mehreren auf einer Fläche, bilden aber keine festen Verbände.
Verwandte Begriffe
KeilerKeiler heißt in der Jägersprache das männliche Stück Schwarzwild, im engeren Sinn ab dem dritten Lebensjahr.FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.TerritoriumEin Territorium ist ein Gebiet, das ein Tier oder eine Gruppe gegen Artgenossen verteidigt und mit Duftmarken oder anderen Zeichen abgrenzt.RotteRotte heißt in der Jägersprache der Familienverband des Schwarzwildes aus Bachen mit ihren Frischlingen und Überläufern.RudelEin Rudel ist ein Verband mehrerer Stücke derselben Wildart, die gemeinsam ziehen, äsen und ruhen, etwa bei Rot-, Dam-, Gams- und Muffelwild.SozialstrukturAls Sozialstruktur bezeichnet man die Art, wie die Tiere eines Bestands in Gruppen zusammenleben und wie sie innerhalb dieser Gruppen zueinander stehen.