Lexikon

Blauzungenkrankheit

Wildkrankheiten · auch Bluetongue

Die Blauzungenkrankheit ist eine von Gnitzen übertragene Viruserkrankung der Wiederkäuer, die Schafe und Muffelwild besonders schwer trifft.

Erreger ist ein Orbivirus mit vielen Serotypen. Gnitzen, winzige Stechmücken der Gattung Culicoides, tragen es beim Blutsaugen von Tier zu Tier, daher tritt die Krankheit vor allem im Sommer und Herbst auf; durch bloßen Kontakt stecken sich die Tiere nicht an. Empfänglich sind Schaf, Rind und Ziege sowie Wildwiederkäuer wie Muffel-, Rot-, Reh-, Dam- und Gamswild, wobei Hirsche und Rehe meist milder erkranken.

Typisch sind Fieber, Schwellungen an Kopf und Lippen, entzündete Maulschleimhaut, Speichelfluss und Lahmheit durch Entzündungen am Kronsaum der Schalen; die namensgebende blaue Zunge zeigt sich nur selten. In Deutschland gab es von 2006 bis 2009 und erneut ab 2023 große Seuchenzüge bei Hauswiederkäuern. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, Fleisch und Milch sind unbedenklich. Schon der Verdacht ist meldepflichtig.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion