Lexikon

Schmallenberg-Virus

Wildkrankheiten · auch SBV

Das Schmallenberg-Virus ist ein von Gnitzen übertragenes Virus der Wiederkäuer, das vor allem bei Lämmern und Kälbern Missbildungen verursacht.

Entdeckt wurde es 2011 vom Friedrich-Loeffler-Institut in Proben von Rindern aus der Gegend um Schmallenberg im Sauerland, nach der es benannt ist. Es gehört zu den Orthobunyaviren und wird wie das Virus der Blauzungenkrankheit von Gnitzen übertragen.

Erwachsene Rinder, Schafe und Ziegen zeigen meist keine oder nur leichte Krankheitszeichen wie Fieber, Durchfall oder einen Rückgang der Milchleistung. Steckt sich ein Muttertier in einer bestimmten Phase der Trächtigkeit an, kommen Lämmer oder Kälber tot oder missgebildet zur Welt, etwa mit verkrümmten Gliedmaßen und Wirbelsäulen oder Schäden am Gehirn. Bei Wildwiederkäuern wie Reh- und Rotwild wurden Antikörper gefunden; das Wild steckt sich also an, Krankheitsfälle sind dort aber kaum beschrieben. Für den Menschen ist das Virus nach heutigem Wissen ungefährlich.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion