Aujeszkysche Krankheit
Die Aujeszkysche Krankheit ist eine Viruserkrankung der Schweine, die bei Hunden und anderen Fleischfressern stets tödlich verläuft.
Erreger ist ein Herpesvirus; wegen der tollwutähnlichen Anzeichen beim Hund heißt die Krankheit auch Pseudowut. Haus- und Wildschweine sind die eigentlichen Wirte. Erwachsene Wildschweine tragen das Virus oft ohne Krankheitszeichen in sich, bei Frischlingen kann es Fieber, Krämpfe und Todesfälle verursachen. Unter Wildschweinen ist es regional verbreitet. Auch Rinder, Schafe und gelegentlich wiederkäuendes Schalenwild können sich anstecken und verenden.
Hunde stecken sich vor allem an, wenn sie rohes Fleisch oder rohen Aufbruch von Wildschweinen fressen, seltener bei engem Kontakt mit Sauen auf der Jagd. Ein Hund erkrankt nach wenigen Tagen mit Unruhe, Speichelfluss und so heftigem Juckreiz, dass er sich blutig kratzt, und stirbt meist ein bis zwei Tage nach den ersten Anzeichen. Behandeln lässt sich die Krankheit nicht, eine zugelassene Impfung für Hunde gibt es nicht. Hunde bekommen Wildschweinfleisch und Aufbruch deshalb nur gründlich durchgekocht. Für den Menschen gilt die Krankheit als ungefährlich. Beim Wildschwein ist schon der Verdacht meldepflichtig.