Schöpfen
Schöpfen heißt in der Jägersprache das Trinken des Wildes, besonders des Schalenwildes; man sagt etwa, der Hirsch schöpft am Bach.
Auch für Federwild ist das Wort gebräuchlich. Stellen, an denen Wild regelmäßig schöpft, verraten sich oft durch Fährten im weichen Ufer. Mit dem Wasser können Wildtiere Krankheitserreger aufnehmen, etwa Kokzidien oder die Dauerstadien des Großen Leberegels, dessen Larven sich in einer kleinen Wasserschnecke entwickeln.
Verwandte Begriffe
ÄsenÄsen heißt in der Jägersprache die Nahrungsaufnahme des Wildes, vor allem des Schalenwildes und der Hasen; die Nahrung selbst heißt Äsung.NässenNässen heißt in der Jägersprache das Harnen des Haarwildes, also das Absetzen von Urin; auch beim Hund ist das Wort üblich.LösenLösen heißt in der Jägersprache, dass Haarwild Kot absetzt; man sagt, das Stück löst sich, und den Kot nennt man Losung.Großer LeberegelDer Große Leberegel ist ein blattförmiger Saugwurm, der in den Gallengängen der Leber von Wiederkäuern wie Reh, Rotwild und Rind lebt.KokzidioseDie Kokzidiose ist eine von einzelligen Darmparasiten, den Kokzidien, ausgelöste Krankheit, die vor allem junge Hasen, Kaninchen und Fasanen schwächt oder tötet.