Moderhinke
Die Moderhinke ist eine ansteckende bakterielle Klauenerkrankung, die beim Wild vor allem das Muffelwild befällt.
Erreger sind Bakterien, vor allem Dichelobacter nodosus zusammen mit Fusobacterium necrophorum; dieselbe Krankheit kennt man von Hausschafen. Sie werden über verseuchten Boden, Einstände und den Kontakt mit kranken Tieren übertragen. Feuchte, weiche Böden fördern die Krankheit, denn das Muffelwild stammt aus trockenem, felsigem Gelände, auf dem sich die Schalen abnutzen.
Das Horn der Schalen wird weich, löst sich und wächst missgestaltet aus, es riecht faulig. Erkrankte Stücke lahmen stark, äsen kniend auf den Vorderfußwurzelgelenken oder im Liegen und magern ab. Lahmheit und Abmagerung sind bedenkliche Merkmale, das Wildbret darf erst nach einer amtlichen Fleischuntersuchung verwertet werden. Kranke Stücke werden erlegt. Für den Menschen ist die Moderhinke ungefährlich.