Sechserbock
Ein Sechserbock ist ein Rehbock, dessen Gehörn an jeder Stange drei Enden trägt: Vordersprosse, Hintersprosse und Stangenende.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDie Vordersprosse zweigt etwa in halber Höhe nach vorn ab, die Hinter- oder Rücksprosse etwas höher nach hinten, darüber endet die Stange. Der Sechser gilt als Regelform des erwachsenen Rehbocks; mehr Enden sind selten und meist Abweichungen. Hat eine Stange nur zwei Enden, spricht man vom ungeraden Sechser.
Am Alter lässt sich der Sechser nicht festmachen: Schon Jährlinge können bei guter Ernährung ein Sechsergehörn schieben, und alte Böcke setzen oft wieder zurück und tragen dann schwächere, mitunter endenärmere Gehörne.
Verwandte Begriffe
GablerEin Gabler ist ein Rehbock oder Hirsch, dessen Stangen je zwei Enden tragen, sodass jede Stange eine Gabel bildet.SpießerEin Spießer ist ein Hirsch oder Rehbock, dessen Stangen unverzweigt sind, sodass jede nur aus einem einzigen Spieß besteht.EndeEin Ende ist jede Spitze an Geweih oder Gehörn, also jede Sprosse und auch die Spitze der Stange selbst.EndenzahlDie Endenzahl, nach der man Hirsche und Rehböcke anspricht, ist die doppelte Zahl der Enden an der endenreicheren Stange von Geweih oder Gehörn.GehörnGehörn heißt in der Jägersprache der Kopfschmuck des Rehbocks; biologisch ist es ein Geweih, das jedes Jahr abgeworfen und neu gebildet wird.JährlingJährling heißt in der Jägersprache vor allem der Rehbock im zweiten Lebensjahr; das gleichaltrige weibliche Reh ist das Schmalreh.