Jagdkönig
Jagdkönig wird nach jagdlichem Brauch der Schütze, der bei einer Gesellschaftsjagd das ranghöchste Stück oder die meisten Stücke erlegt hat.
Ernannt wird er meist vom Jagdherrn beim Schüsseltreiben. Welches der beiden Merkmale den Ausschlag gibt, bestimmt der örtliche Brauch.
Der Titel ist eine reine Ehrung und gehört zum geselligen Teil des Jagdtages, wie das Jagdgericht, das beim Schüsseltreiben kleine Verstöße gegen Jagdregeln und Brauchtum mit Humor ahndet.
Verwandte Begriffe
SchüsseltreibenSchüsseltreiben nennt man das gemeinsame Essen der Jäger, Treiber und Helfer während oder nach einer Gesellschaftsjagd.GesellschaftsjagdEine Gesellschaftsjagd ist eine Jagd, bei der mehrere Schützen, oft mit Treibern und Hundeführern, unter einem Jagdleiter gemeinsam jagen.ErlegerErleger ist der Jäger, dem ein erlegtes Stück Wild zugerechnet wird, weil sein Schuss es zur Strecke gebracht hat.StreckeStrecke nennt man in der Jägersprache das erlegte Wild, sei es eines Jagdtages, einer Gesellschaftsjagd oder eines ganzen Jagdjahres.Jagdliches BrauchtumJagdliches Brauchtum umfasst die überlieferten Sitten, Zeichen und Rituale der Jäger, von der Jägersprache über Brüche und Jagdsignale bis zur Strecke.