Botulismus
Botulismus ist eine Vergiftung durch das Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum, an der beim Wild vor allem Wasservögel massenhaft sterben.
Das Bakterium lebt im Schlamm und vermehrt sich, wo es warm und sauerstoffarm ist und viel organisches Material fault. Deshalb tritt Botulismus vor allem im Hochsommer an flachen, warmen Stillgewässern auf. Die Vögel nehmen das Gift mit verdorbener Nahrung auf, oft mit Fliegenmaden von Kadavern, die das Gift anreichern. So entsteht ein Kreislauf, der immer mehr Tiere erfasst.
Betroffen sind vor allem Enten, Schwäne, Gänse und Möwen; Rinder und Pferde können sich über verdorbenes Futter vergiften. Das Gift lähmt die Muskeln: Die Vögel können nicht mehr fliegen, lassen Flügel und Hals hängen und ertrinken häufig. Wichtigste Gegenmaßnahme ist, die Kadaver rasch einzusammeln und unschädlich zu beseitigen. Vergiftete Tiere sind nicht genusstauglich, Hunde hält man von den Kadavern fern.