Abstreichen
Abstreichen heißt in der Jägersprache das Wegfliegen von Federwild, etwa wenn ein Fasan aus der Deckung abfliegt oder ein Greifvogel seine Warte verlässt.
Das Grundwort streichen bedeutet beim Federwild ganz allgemein fliegen: Enten streichen über den Teich, eine Taube streicht breit am Schützen vorbei. Das Gegenstück zum Abstreichen ist das Einfallen, also das Landen. Verlässt ein Vogel einen Baum, sagt man auch abbaumen.
Ein Beispiel: Die Rebhühner standen vor dem Hund auf und strichen in Richtung Hecke ab. Auch nach dem Schuss achtet der Jäger darauf, wie ein Vogel abstreicht; streicht ein Fasan mit hängenden Ständern weiter, ist er meist weidwund getroffen.
Verwandte Begriffe
EinfallenEinfallen heißt in der Jägersprache das Landen von Federwild auf dem Boden, auf dem Wasser oder in Bäumen, etwa wenn Enten abends auf einem Teich einfallen.AufstehenAufstehen heißt in der Jägersprache, dass Federwild vom Boden oder vom Wasser auffliegt; auch vom Hasen, der aus seiner Deckung aufspringt, sagt man es.AufbaumenAufbaumen heißt in der Jägersprache, dass größeres Federwild auf einen Baum fliegt und sich dort niederlässt, etwa der Fasan zur Nachtruhe.SchusszeichenSchusszeichen sind die Reaktionen, die ein beschossenes Stück Wild im Augenblick des Schusses zeigt, also sein Zeichnen, beim Federwild etwa das Himmeln.FederwildFederwild ist die Sammelbezeichnung für alle wildlebenden Vogelarten, die dem Jagdrecht unterliegen; das Gegenstück ist das Haarwild.