Lexikon

Mistel

Wald und Feld · auch Weißbeerige Mistel

Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der als kugeliger Busch auf den Ästen von Bäumen wächst und weiße, klebrige Beeren trägt.

Gabelig verzweigter Mistelzweig mit zungenförmigen, gelbgrünen Blättern und glasig weißen BeerenMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Mistel mit Beeren · KI-generierte Illustration

Mit Senkwurzeln zapft sie die Wasserleitbahnen ihres Wirtsbaums an und entnimmt ihm Wasser und Nährsalze, mit ihren gelbgrünen, ledrigen Blättern betreibt sie aber selbst Photosynthese. Die Zweige verzweigen sich gabelig, die Blätter stehen gegenständig. Die glasig weißen Beeren reifen im Winter. Vögel wie Misteldrossel und Seidenschwanz fressen sie und streifen die klebrigen Samen an Ästen ab oder scheiden sie aus.

Man unterscheidet drei Unterarten: die Laubholzmistel, etwa auf Pappeln, Linden, Apfelbäumen und Weiden, die Tannenmistel und die Kiefernmistel. Starker Befall schwächt die Wirtsbäume, besonders bei Trockenheit.

Durch Sturm oder beim Holzeinschlag heruntergefallene Mistelbüsche nehmen Reh- und Rotwild im Winter gern als Äsung an.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion