Hubertus
Hubertus ist der Schutzheilige der Jäger; sein Gedenktag, der Hubertustag am dritten November, ist ein fester Termin im jagdlichen Jahr.
Der heilige Hubertus lebte im 7. und 8. Jahrhundert und war Bischof von Maastricht und Lüttich. Nach der Legende begegnete ihm auf der Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen, worauf er sein Leben änderte. Dieselbe Geschichte wird auch vom heiligen Eustachius erzählt.
Um den Hubertustag finden vielerorts Hubertusjagden und Hubertusmessen statt, und der Hirsch mit dem Kreuz ist bis heute ein verbreitetes Sinnbild der Jägerschaft. Mit dem Jagdjahr hat der Tag nichts zu tun; es beginnt am 1. April (§ 11 BJagdG).
Verwandte Begriffe
HubertusmesseEine Hubertusmesse ist ein Gottesdienst zu Ehren des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger, meist um den Hubertustag Anfang November.Jagdliches BrauchtumJagdliches Brauchtum umfasst die überlieferten Sitten, Zeichen und Rituale der Jäger, von der Jägersprache über Brüche und Jagdsignale bis zur Strecke.JagdjahrDas Jagdjahr ist der Zeitraum von Anfang April bis Ende März, nach dem sich im Jagdrecht Pachtzeiten, Jagdscheine und Abschusspläne richten.GesellschaftsjagdEine Gesellschaftsjagd ist eine Jagd, bei der mehrere Schützen, oft mit Treibern und Hundeführern, unter einem Jagdleiter gemeinsam jagen.ParforcehornDas Parforcehorn ist ein großes, weit gewundenes Jagdhorn, meist in Es gestimmt, das aus der Parforcejagd stammt und heute vor allem der Jagdmusik dient.