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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Besatz

Die Anzahl der Individuen einer Wildart, die ein bestimmtes Revier oder Gebiet bewohnen.

Der Besatz beschreibt die Dichte und Anzahl von Wildtieren in einem Revier. Ein guter Besatz ist Ziel jeder nachhaltigen Hege und bildet die Grundlage für den Abschussplan. Überhöhter Besatz kann zu Wildschäden und Krankheitsübertragung führen.

Definition

Als Besatz bezeichnet man die Anzahl der Individuen einer bestimmten Wildart je Flächeneinheit (z.B. je 100 ha) in einem Jagdrevier. Man unterscheidet zwischen dem Ist-Besatz (aktuelle Population) und dem Soll-Besatz (angestrebte Populationsgröße).

Optimaler Besatz

Der optimale Besatz richtet sich nach der Tragfähigkeit des Lebensraumes (Biotop). Faktoren wie Nahrungsangebot, Deckung, Wasserverfügbarkeit und natürliche Feinde bestimmen, wie viele Tiere ein Revier dauerhaft ernähren kann, ohne Schäden zu verursachen.

Besatzermittlung

Die Ermittlung des Wildbestandes erfolgt durch Zählmethoden wie Schleppjagdzählung, Treibjagdzählung, Scheinwerfertaxation oder Losungssuche. Diese Daten bilden die Grundlage für den jährlichen Abschussplan.

Prüfungsrelevanz

Prüfungsthema: Was versteht man unter Besatz? Wie wird er ermittelt? Welche Folgen hat überhöhter Besatz (Wildschäden, Seuchen, Verbissschäden)?

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild·Schwarzwild·Feldhase