Konfliktwild
Wild, dessen Vorkommen zu besonderen Nutzungskonflikten mit Menschen führt.
Als Konfliktwild bezeichnet man Wildtiere, bei denen Schäden, Ängste oder Nutzungskonflikte besonders stark hervortreten. Der Begriff beschreibt also nicht eine eigene Wildart, sondern eine Konfliktlage.
Konflikt ist der Kern, nicht die Art
Ob Wild als Konfliktwild wahrgenommen wird, hängt von Situation, Raum und Nutzung ab. Dasselbe Tier kann in einem Gebiet unauffällig und in einem anderen hoch problematisch sein. Der Begriff ist daher managementbezogen und nicht biologisch absolut.
Sachlichkeit statt Schlagwort
Konfliktwild erfordert nüchterne Bewertung und kein vorschnelles Freund-Feind-Denken. Schäden, Schutzinteressen und Öffentlichkeitswirkung müssen gemeinsam betrachtet werden. Lehrreich ist der Begriff, weil er Wildtiermanagement als Abwägungsaufgabe zeigt.
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