Alte Försterpatrone
auch: foersterpatrone, 9,3x72 r
Jagdlicher Beiname der historischen Büchsenpatrone 9,3x72 R.
Mit der Alten Försterpatrone ist jagdlich die 9,3x72 R gemeint. Der Begriff ist in der Jägerprüfung klassisch, weil das große Kaliber täuscht: Die Patrone ist leistungsmäßig deutlich schwächer als moderne 9,3er Büchsenpatronen.
Begriff
Die Alte Försterpatrone ist die landläufige Bezeichnung für die Patrone 9,3x72 R. Sie ist eine historische deutsche Randpatrone, die früher besonders in Förster- und Berufsjägerkreisen verbreitet war. Trotz des großen Geschossdurchmessers handelt es sich nicht um eine moderne Hochleistungspatrone.
Waffenkundliche Einordnung
Die 9,3x72 R wurde vor allem in älteren Kipplaufwaffen, Drillingen und leichten Büchsen geführt. Sie arbeitet mit vergleichsweise moderaten Gasdrücken und Geschwindigkeiten. Gerade deshalb darf man aus der Zahl 9,3 nicht vorschnell auf eine hohe jagdliche Leistung schließen.
Prüfungswissen
In der Prüfung wird die Alte Försterpatrone oft als Merkterm für die 9,3x72 R abgefragt. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Kaliberbezeichnung und jagdrechtlich ausreichende Geschossenergie nicht dasselbe sind. Wer nur auf den Geschossdurchmesser schaut, bewertet die Patrone falsch.
Häufige Verwechslung
Die Alte Försterpatrone ist keine Schrotpatrone, sondern die Büchsenpatrone 9,3x72 R.
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