Kugel
Einzelgeschoss für Büchsen (Gewehre), das im Gegensatz zum Schrot als einheitliches, gezieltes Projektil auf das Wild trifft.
Als Kugel bezeichnet der Jäger das Einzelgeschoss, das aus einer Büchse (Gewehr mit gezogenem Lauf) verschossen wird. Kugeln sind für die Jagd auf Schalenwild vorgeschrieben, da sie zielgenaue, tierschutzgerechte Schüsse ermöglichen. Es gibt verschiedene Geschosstypen mit unterschiedlichen Wirkungseigenschaften.
Definition
In der Jägersprache bezeichnet Kugel das Einzelgeschoss, das aus einer Büchse verschossen wird, im Gegensatz zum Schrot (viele kleine Projektile aus der Flinte). Die Kugel wird durch den gezogenen Lauf in Drall versetzt und trifft als einheitliches Projektil das Ziel.
Geschosstypen
Bleimantelgeschoss (TMR, TM): klassisches Jagdgeschoss mit Bleikern, das sich beim Aufprall deformiert (Pilzexpansion). Teilmantelgeschoss: vorderer Teil frei, hinten Mantel. Vollmantelgeschoss (VM): für Training, nicht für Jagd empfohlen. Bleifreie Geschosse: aus Kupfer oder Kupferlegierungen, für bleifreie Jagd (in Wasserschutzgebieten oft vorgeschrieben). RWS, Nosler, Barnes u.a. sind bekannte Hersteller.
Trefferwirkung
Die Wirkung der Kugel hängt von Kaliber, Geschossgewicht, Auftreffgeschwindigkeit und Geschosstyp ab. Der hydraulische Schock (Hydrostatic Shock) bei Expansionsgeschossen zerstört Gewebe im Umfeld des Schusskanals. Ziel ist ein schneller, tierschutzgerechter Tod durch Zerstörung lebenswichtiger Organe.
Prüfungsrelevanz
Prüfungsthemen: Unterschied Kugel und Schrot, Geschosstypen, bleifreie Munition, Trefferwirkung verschiedener Trefferzonen.