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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Ablegetyp

Jungwildtyp, bei dem das Junge zunächst abgelegt wird und der Mutter nicht folgt.

Zum Ablegetyp gehören Wildarten, deren Jungtiere in den ersten Lebenstagen regungslos in Deckung abgelegt werden. Für die Jägerprüfung ist der Begriff bei Reh-, Rot-, Dam-, Sika- und Schwarzwild wichtig.

Begriff

Ablegetyp bezeichnet Wildarten, deren Jungtiere der Mutter nach der Geburt nicht sofort über längere Strecken folgen. Sie werden zunächst in Deckung abgelegt und verharren dort ruhig. Dieses Verhalten dient dem Schutz vor Feinden.

Typische Merkmale

Jungwild des Ablegetyps zeigt oft eine Tarnzeichnung und starken Drückinstinkt. Die Mutter besucht das Junge zum Säugen, hält sich aber nicht dauerhaft daneben auf. Typische Beispiele sind Rehwild, Rotwild, Damwild und Schwarzwild.

Abgrenzung

Der Gegenbegriff ist der Nachfolgetyp. Dessen Jungtiere können der Mutter schon kurz nach der Geburt folgen. Wer den Ablegetyp auf Jagdhunde oder deren Verhalten bezieht, verwechselt völlig unterschiedliche Fachgebiete.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung wird der Ablegetyp regelmäßig abgefragt. Eine gute Antwort nennt Definition, biologische Funktion und typische Wildarten. Wer nur das Rehkitz nennt, antwortet oft zu eng.

Häufige Verwechslung

Ablegetyp ist ein Begriff aus der Wildbiologie und nicht aus der Jagdhundeausbildung.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild·Damwild·Schwarzwild·Sikawild