Waldsterben
Großflächige Schädigung und Absterben von Waldbeständen durch mehrere Belastungsfaktoren.
Waldsterben ist kein eng jagdlicher Begriff, hat aber starke Auswirkungen auf Lebensräume und Wildverhalten. Es zeigt, wie empfindlich Waldökosysteme auf Schadstoffe, Klimaextreme, Trockenheit und Folgeschäden reagieren.
Komplexes Schadensbild
Mit Waldsterben wird kein einzelner Erreger bezeichnet, sondern ein Bündel großflächiger Vitalitäts- und Ausfallerscheinungen im Wald. Ursache sind oft mehrere Stressfaktoren, die zusammenwirken. Der Begriff steht daher für ein ökologisches Gesamtproblem.
Folgen für das Wild
Wenn Waldstrukturen wegbrechen, ändern sich Deckung, Nahrung, Klima und Störungsdynamik im Revier. Manche Arten profitieren kurzfristig von Offenstellen, andere verlieren wichtige Lebensräume. Für die Hege ist Waldsterben deshalb eine zentrale Lebensraumfrage.
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