Vergrämung
Gezieltes Fernhalten von Wild durch Störung oder Abschreckung ohne Tötung.
Vergrämung soll Wild von bestimmten Flächen, Kulturen oder Gefahrbereichen fernhalten. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn Schäden vermieden werden sollen, ohne dass sofort Bejagung oder Fang im Vordergrund steht.
Abschrecken statt erlegen
Vergrämung arbeitet mit Reizen, die Tiere meiden lassen, etwa optisch, akustisch oder durch veränderte Nutzung. Ziel ist nicht die Tötung, sondern Verhaltenslenkung. Ihre Wirkung ist jedoch oft nur dann dauerhaft, wenn Maßnahmen wechseln oder mit Lebensraumwissen kombiniert werden.
Grenzen und Verantwortung
Vergrämung muss verhältnismäßig, tierschutzgerecht und praktisch begründet sein. Wo sie unsauber eingesetzt wird, tritt schnell Gewöhnung ein oder der Druck verlagert sich nur. Lehrreich ist der Begriff deshalb als Teil eines abgestuften Wildschadensmanagements.
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