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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Tagfalter

Tagsüber aktive Schmetterlinge, die als Bioindikatoren für vielfältige Lebensräume gelten.

Tagfalter gehören nicht zum jagdbaren Wild, sind aber wichtige Zeigerarten für die Qualität eines Lebensraums. Ihr Vorkommen zeigt oft, wie artenreich, blütenreich und wenig belastet eine Fläche ist.

Was Tagfalter auszeichnet

Tagfalter sind überwiegend bei Licht und Wärme aktiv und nutzen Blüten, Säume und strukturreiche Offenflächen. Ihre Lebenszyklen hängen stark von Futterpflanzen und Mikroklima ab. Deshalb reagieren sie empfindlich auf Mahd, Pestizideinsatz und Flächenverlust.

Bedeutung für das Revier

Wo Tagfalter zahlreich auftreten, profitieren oft auch Insektenfresser, Bodenbrüter und viele weitere Arten. Sie stehen damit für einen ökologisch funktionierenden Lebensraum. Für Jäger ist der Begriff vor allem lehrreich, weil moderne Hege immer auch die nicht jagdbaren Mitbewohner des Reviers mitdenkt.