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Lexikon
Jagdpraxis·Mittlere Prüfungsrelevanz

Kälberjagd

Gezielte Bejagung von Kälbern, vor allem bei Rotwild, im Rahmen der Abschussplanung.

Die Kälberjagd ist ein wichtiger Bestandteil selektiver Schalenwildbejagung. Sie dient Bestandslenkung und Hegezielen, verlangt aber besonders sorgfältiges Ansprechen und Rücksicht auf führende Muttertiere.

Was unter Kälberjagd verstanden wird

Kälberjagd meint die gezielte Bejagung der Kälber von Schalenwildarten, besonders des Rotwildes. Sie erfolgt nicht zufällig, sondern im Rahmen von Hege- und Abschusszielen. Der Begriff beschreibt also eine selektive Altersklassenbejagung.

Waidgerechte Durchführung

Voraussetzung ist sicheres Ansprechen von Kalb und Muttertier. Führungsabhängige Jungtiere dürfen nicht so bejagt werden, dass tierschutzwidrig verwaiste Situationen entstehen. Gute Kälberjagd verbindet daher Abschussplanung mit genauer Beobachtung des Sozialverbandes.

Bedeutung für die Prüfung

In Prüfungen wird die Kälberjagd oft im Zusammenhang mit Altersansprache und Hegezielen behandelt. Gefragt ist dann, warum frühe und saubere Jungwildbejagung populationslenkend wirken kann. Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass rechtliche und ethische Grenzen immer mitgedacht werden müssen.

Relevante Wildarten

Rotwild