Jagdgesetz
Rechtliches Regelwerk für Jagdausübung; in Deutschland Bundesjagdgesetz (BJagdG) und Landesjagdgesetze.
Das Jagdgesetz ist das grundlegende Rechtsinstrument zur Regelung des Jagdwesens in Deutschland. Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) bildet den Rahmen, die Landesjagdgesetze der 16 Bundesländer konkretisieren und ergänzen es. Es regelt Jagdrecht, Jagdzeiten, Hege, Schonzeiten, Jagdschein und Straftatbestände.
Definition
Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) in der Fassung vom 29. September 1976 (zuletzt geändert) ist das zentrale Bundesgesetz für das Jagdwesen. Es regelt: Jagdrecht (§§ 1–15), Ausübung der Jagd (§§ 16–26), Jagdschutz (§§ 23–25), Wildschadensrecht (§§ 29–37) und Straf- und Bußgeldvorschriften (§§ 38–42). Die Bundesländer erlassen ergänzende Landesjagdgesetze.
Bundesjagdgesetz und Landesjagdgesetze
Das BJagdG bildet den bundeseinheitlichen Rahmen. Landesjagdgesetze (LJG) regeln spezifischere Fragen: Schon- und Jagdzeiten (können von Bundesempfehlungen abweichen), Mindestflächen für Eigenjagdbezirke (können abweichen), Regelungen für Jagdhunde, spezifische Waffenverbote, regionale Besonderheiten (z.B. Gamswild in Bayern). Jäger müssen sowohl BJagdG als auch das LJG ihres Bundeslandes kennen.
Prüfungswissen
Prüfungsrelevant: BJagdG = zentrale Rechtsgrundlage für Jagd in Deutschland. Merke: § 1 BJagdG = Grundsatz der Hege. § 19 = verbotene Jagdmethoden und Waffen. § 22 = Schonzeiten. § 29 = Wildschadensrecht. Landesjagdgesetz ergänzt das BJagdG. Für die Prüfung: BJagdG-Paragraph-Grundkenntnisse sind notwendig.
Verwandte Begriffe